Objektschutz

Worauf Unternehmen bei der Auswahl eines Sicherheitsdienstes achten sollten

MKMartin Krause · Leitung Objektschutz
Veröffentlicht 28. Juni 20267 Min Lesezeit

Die Wahl des richtigen Sicherheitsdienstes ist eine Entscheidung mit Tragweite: Sie betrifft den Schutz von Mitarbeitenden, Sachwerten und dem Ruf Ihres Unternehmens. Dieser Leitfaden zeigt, welche Kriterien wirklich zählen.

Warum professioneller Objektschutz unverzichtbar ist

Einbruch, Vandalismus und unbefugter Zutritt verursachen jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Ein professioneller Sicherheitsdienst wirkt dabei nicht nur reaktiv, sondern vor allem präventiv: Sichtbare Präsenz schreckt ab, bevor überhaupt etwas passiert.

Anders als eine reine Techniklösung bewertet geschultes Personal Situationen im Kontext und handelt im Ernstfall angemessen – von der Erstmaßnahme bis zur Koordination mit Polizei und Feuerwehr.

Die wichtigsten Auswahlkriterien

Nicht jeder Anbieter passt zu jedem Objekt. Achten Sie bei der Auswahl besonders auf die folgenden Punkte:

  • 01Qualifikation des Personals – geprüft nach § 34a GewO und regelmäßig weitergebildet.
  • 02Zertifizierungen wie DIN 77200 und ISO 9001 als Nachweis geprüfter Prozesse.
  • 03Erreichbarkeit – eine rund um die Uhr besetzte Leitstelle und kurze Reaktionszeiten.
  • 04Transparenz durch dokumentierte Streifen, klare Berichte und feste Ansprechpartner.

Zertifizierungen und rechtliche Grundlagen

In Deutschland ist das Bewachungsgewerbe erlaubnispflichtig. Die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ist Mindestvoraussetzung für jede Sicherheitskraft. Seriöse Dienstleister gehen darüber hinaus und lassen ihre Abläufe nach DIN 77200 sowie ihr Qualitätsmanagement nach ISO 9001 zertifizieren.

Lassen Sie sich diese Nachweise vor Vertragsschluss zeigen – sie sind ein verlässlicher Indikator für Professionalität.

Stationär, mobil oder kombiniert?

Nicht jedes Objekt braucht eine dauerhafte Präsenz. Ein Revierdienst mit mobilen Streifen kann mehrere Standorte wirtschaftlich abdecken, während sensible Objekte von einer stationären Bewachung profitieren. Häufig ist die Kombination aus beidem die wirtschaftlichste Lösung.

Kosten realistisch einordnen

Der günstigste Anbieter ist selten der beste. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis aus Qualifikation, Reaktionsfähigkeit und Preis. Ein seriöses Angebot entsteht nach einer Begehung vor Ort und ist transparent kalkuliert – ohne versteckte Kosten.

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Häufige Fragen

Fragen rund um die Auswahl

Woran erkenne ich einen seriösen Sicherheitsdienst?+

An geprüftem Personal (§ 34a GewO), gültigen Zertifizierungen (DIN 77200, ISO 9001), einer erreichbaren Leitstelle und transparenten, dokumentierten Abläufen.

Was bedeutet die Zertifizierung nach DIN 77200?+

Die DIN 77200 legt Anforderungen an Sicherheitsdienstleistungen fest – von der Planung über die Durchführung bis zur Dokumentation. Sie ist ein anerkannter Qualitätsnachweis.

Lohnt sich ein Revierdienst gegenüber stationärer Bewachung?+

Für viele Objekte ja: Ein Revierdienst deckt mehrere Standorte mit mobilen Streifen ab und ist bis zu 70 % günstiger. Sensible Objekte profitieren dennoch von durchgehender Präsenz.

Quellen

  1. 01Gewerbeordnung (GewO) § 34a – BewachungsgewerbeBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
  2. 02DIN 77200 – Anforderungen an SicherheitsdienstleistungenDIN Deutsches Institut für Normung e. V.
  3. 03DIN EN ISO 9001 – QualitätsmanagementsystemeInternational Organization for Standardization
  4. 04Lagebild WirtschaftsschutzBundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW)